Mandolinen Lexikon

Auf dieser Seite habe ich wissenswerte Informationen zur Mandoline und zur Spieltechnik zusammengestellt.


Abschlag

Das Plektrum schlägt die Saiten von oben nach unten an.
Zeichen für Abschlag:

Abschlag, angelegter

Beim Spielen von Einzeltönen verwendet man in der Regel den angelegten Abschlag. Dabei schlägt das Plektrum
- schräg in Richtung Decke
- und drückt (d. h. legt an) nach dem Anschlag auf die nächst höhere Saite
Vorteile:
- Die Saite erhält eine Schwingungskomponente auch in Richtung senkrecht zur Decke, wodurch ein größeres Klagvolumen erreicht wird
- Der Anschlag erfolgt ungebremst und kann so mehr Energie auf die Saite übertragen

Der angelegte Anschlag ist nur auf den drei tieferen Saiten möglich, auf der e-Saite ist nur der freie Anschlag möglich.

Wechselschlag

Bei schnelleren Tonfolgen, die nicht mehr mit Abschlägen gespielt werden können, wird der Wechselschlag verwendet. Dabei werden abwechseln Ab- und Aufschläge gespielt, wobei die Abschläge auf die schwereren Taktzeiten fallen, die Aufschläge auf die unbetonteren Zeiten.

Sofern es möglich ist sollten zusammengehörige Ab- und Aufschläge auf derselben Saite liegen, in diesem Fall kann der Abschlag auch bis zur nächsten Saite geführt werden (ausser e-Saite) und die Saitenwechsel lassen sich leicht durchführen.

Manchmal ist es aber auch sinnvoll, dass der Aufschlag auf einer anderen Saite erfolgt als der vorherige Abschlag - dies führt zu komplizierteren Anschlagsbewegungen, die extra geübt werden müssen.

Aufschlag

Der Aufschlag erfolgt von unten nach oben, die Schlagrichtung ist entgegengesetzt zum Abschlag, also schräg nach oben von der Decke weg. Der Aufschlag trifft in der Regel nur die obere der beiden Saiten eines Saitenpaares und wird normalerweise nicht angelegt.
Zeichen für Aufschlag:

Wechselschlag

Bei schnelleren Tonfolgen, die nicht mehr mit Abschlägen gespielt werden können, wird der Wechselschlag verwendet. Dabei werden abwechseln Ab- und Aufschläge gespielt, wobei die Abschläge auf die schwereren Taktzeiten fallen, die Aufschläge auf die unbetonteren Zeiten.

Sofern es möglich ist sollten zusammengehörige Ab- und Aufschläge auf derselben Saite liegen, in diesem Fall kann der Abschlag auch bis zur nächsten Saite geführt werden (ausser e-Saite) und die Saitenwechsel lassen sich leicht durchführen.

Manchmal ist es aber auch sinnvoll, dass der Aufschlag auf einer anderen Saite erfolgt als der vorherige Abschlag - dies führt zu komplizierteren Anschlagsbewegungen, die extra geübt werden müssen.

Durchgleitender Abschlag / Aufschlag

Für bestimmte Anschlagsfiguren und um bestimmte Stellen flüssiger spielen zu können, kann das Plektrum von einer tieferen Saite auf die nächst höhere durchgleiten. Einige Spieler haben diese Technik ausgiebig verwendet und in ihren Schulen behandelt, andere verwenden diesen durchgleitenden Abschlag nur bei speziellen Anschlagsformen für Doppelgriffe und drei- oder vierstimmige Akkorde.

Anschlags-Figuren / Zupfmuster

Bereits in den Schulen der alten Mandolinenmeister findet man virtuose Anschlagsformen, mit denen man das Mandolinenspiel bereichern kann. Meistens handelt es sich um Figuren, die dazu dienen, Akkorde zerlegt in Einzeltöne zum klingen zu bringen. So wie es für die klassische Gitarre oder die Folk-Gitarre ganz typische Akkordzerlegungen gibt, genauso kann man auch vielerlei Arten finden, wie man Akkorde wirkungsvoll darbieten kann.
Besonders durch die Verwendung von durchgleitenden Abschlägen und Aufschlägen ergeben sich interessante Möglichkeiten.

Plektrum

Zum Anschlagen der Saiten der Mandoline wird ein Plektrum verwendet. Heute werden die meisten Plektren aus Kunststoff hergestellt. Früher wurden Plektren aus Schildpatt verwendet, diese dürfen heute nicht mehr verkauft werden (Artenschutz). Form, Stärke und Material des Plektrums wirken sich auf den Klang aus.

Plektren sollten eine sehr glatte, polierte Oberfläche haben sonst entstehen unschöne Kratzgeräusche. Die Form eines Plektrums lässt sich mit Schere, Nagelfeile und Schmirgelpapier anpassen. Ideal sind Glasfeilen da diese eine glatte Oberfläche erzeugen. 

Bauformen der Mandoline

In Italien entstanden die Neapolitanische Mandoline und die römische Mandoline.

Eine Übersicht über verschiedene historische Bauformen der Mandoline in Italien hat Alex Timmermann zusammengestellt: 

The Italian Mandolin: Its Evolution, Nomenclature and Types – A Great Poster by Alex Timmerman

In Deutschland wurde die Mandoline weiterentwickelt. Der Korpus wurde größer und runder, der Klang entwickelte sich zu einem runden, lautenähnlichen Klang. Insbesondere die Seiffert Mandoline diente als Modell für die heute gebauten Mandolinen. Auf der Seite Mandolinenbauer habe ich viele Instrumentenbauer aus Deutschland und anderen Ländern zusammengestellt.

In den USA wurden Ende des 19. Jahrhunderts flache Mandolinenformen entwickelt. Die F- und A-  Modelle der Firma Gibson, insbesondere diese auf der Mitte der 1920er Jahre (Lloyd Loar) sind bis heute die Vorlage für neue Instrumente. In den letzten beiden Jahrzehnten gibt es immer mehr experimetierfreudige Instrumentenbauer die neu Formen ausprobieren.

Saiten

Saitenhöhe, Saitenabstand

Der Saitenabstand sollte so gering wie möglich sein, damit das Greifen nicht mühsam ist. Bei alten Instrumenten ist das oft nicht mehr der Fall, da sich der Hals durch den Saitenzug nach vorne neigen kann. Falls der Hals noch gerade ist kann es helfen, den Steg  niedriger zu machen.
Zum Messen der Saitenlage kann man am einfachsten die Euromünzen verwenden, wie ich es unter der folgenden Adresse gezeigt habe:
Tipps und Bilder zum Saitenabstand

Mechanik

Die Mechanik sollte gelegentlich geölt werden, dadurch bleibt sie leichtgängig und nutzt sich nicht so schnell ab. Wenn die Mechnik nur schwer geht, kann man diese durch eine neue Mechnik ersetzen lassen.

Tremolo





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